Fatale Normalität

Auf den Mainstream ist in autoritären Zeiten kein Verlass

🗓️ 24.1.2025



Ein Mund-Nasen-Schutz liegt auf einem gepflasterten und mit Laub bedeckten Untergrund

Als die Pandemie politisch "beendet" wurde, zog der Mainstream mit, ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu haben oder gar zu protestieren. Dass durch den fehlenden Schutz vor Infektionen viele Menschen starben, behindert wurden und gesellschaftlich ausgegrenzt wurden, war ihm egal.

 

Es ist zu erwarten, dass der Mainstream sich entsprechend verhalten würde, sobald autoritäre Regierungen in anderen Bereichen politische Entscheidungen treffen, die ebenfalls unmittelbar schädigende und ausgrenzende Wirkungen auf viele Menschen hätten. Die Prognose ist klar.

 

Wenn ich seit der Pandemie als chronisch Kranker eine Lektion verinnerlicht habe, dann diese: Menschen passen sich an vorgegebene und suggerierte Normalitäten an. Ob dadurch für Mitmenschen physische Schäden und soziale Ausgrenzung entstehen, ist sehr oft nachrangig bis absolut irrelevant.

 

Der Mainstream würde sich ebenso anpassen, sobald es autoritären Regierungen gelänge, Normalitäten zu definieren. Er würde sich fügen. Und er würde sich dabei zu den "Guten" zählen, weil er sich der definierten Normalität zufolge "gut" verhält. Genauso, wie es am "Ende der Pandemie" war.

 

Ja, es würde auch Menschen geben, die Widerstand leisten, die anderen helfen. Doch sie wären in der Minderheit, weil sie die Normalität und den Konformismus gegen sich hätten. Auf den Mainstream setze ich nicht. Er hat die Opfer schon einmal mit einem Grinsen im Gesicht im Stich gelassen.



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