Der doppelte Fehlschluss

Schlechte biomedizinische Forschung ist kontraproduktiv

18.2.2026 | Autor: Waldmeer


Schlechte biomedizinische Forschung zu ME/CFS befeuert ungewollt immer wieder einen doppelten Fehlschluss:

 

1. "Diese biomedizinische Studie hat keine pathologischen körperlichen Befunde gezeigt – also gibt es bei ME/CFS  generell keine pathologischen körperlichen Muster!"

 

(Induktiver Fehlschluss.)

 

2. "Es gibt bei ME/CFS keine pathologischen körperlichen Muster – also ist ME/CFS psychisch/psychosomatisch!"

 

(Falsche Prämisse und Fehlschluss von einem negativen Befund auf eine positive Diagnose.)

 

Diese Fehlschlüsse sind logisch und wissenschaftlich offensichtlich unzulässig.

 

Aber:

 

Das ändert nichts daran, dass "medizinpolitisch" genau entlang dieser Fehlschlüsse verfahren wird.

 

Die Psychologisierer*innen von ME/CFS ziehen ihre Deutungsmacht und die Legitimation ihrer (Fehl-)Behandlungen aus den Lücken, die die Biomedizin ihnen lässt.

 

Sie machen diese vermeintlichen oder tatsächlichen Lücken – in Ermangelung eigener Evidenz – zu ihrer Geschäftsgrundlage.

 

Die Schwäche der Biomedizin ist die Stärke der Psychologisierer*innen von ME/CFS!

 

Daraus folgt:

 

Die biomedizinische ME/CFS-Forschung muss die Folgen ihrer Resultate auf allen Ebenen berücksichtigen!

 

Sie muss sich methodisch professionalisieren und zugleich lernen, "politisch" zu denken!

 

Schlechte biomedizinische Forschung ist nicht nur nutzlos – sie schadet in der Praxis den Erkrankten!



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